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Qualitätssicherung: Der digitale Wandel der Messtechnik

Für die einen ist „Industrie 4.0“ ein überschätztes Buzzword, die anderen können den Begriff gar nicht hoch genug hängen. Wer es richtig macht, nutzt den Schwung Neues auf den Markt zu bringen oder Altes auf den neuesten Stand. Ein gutes Beispiel dafür ist die Messtechnik im Rahmen der Qualitätssicherung.

Die Messtechnik profitiert zum einen von besseren digitalen Schnittstellen. In manchen Fällen ist das zwar nicht neu, aber im Gesamtkonzept „Industrie 4.0“, in der vereinfacht gesagt alles mit allem vernetzt ist, hat das natürlich einige Vorteile – etwa bei den durch Messgeräte gelieferten Daten. Lag früher oft ihr einziger Zweck im Vorgang der Qualitätssicherung an sich, fließen diese Daten jetzt in den Produktionsprozess ein und werden somit vom vermeintlichen Abfallprodukt zum wertvollen Datenmaterial. Eine einheitliche Software-Architektur sieht auch Expertin Prof. Gisela Lanza vom Karlsruher Institut für Produktionstechnik als Voraussetzung, um mit den dadurch steigenden Datenmengen umgehen zu können. Im Interview mit produktion.de wies sie auf eine vernetzte Infrastruktur als wesentliche Voraussetzung hin, um die Chancen nutzen zu können. Deshalb würden bei den Messgeräten anstelle der Einzelsensoren verteilte Sensornetzwerke zum Einsatz kommen.

Wenn Schnittstellen in der Messtechnik also zum Standard werden und alle Daten digitalisiert im großen Topf Big Data landen, ist damit dann das Ende von Stift und Papier angebrochen? Das könnte vielleicht sogar der Fall sein, wenn auch nicht von heute auf morgen. Der Stift, sofern er denn zum Beispiel auf dem Tablet schreiben kann, hat allerdings eine bessere Überlebenschance. Diese Problematik mag man als Nostalgie abtun, mit einem anderen Problem wird man sich aber definitiv beschäftigen müssen: Datenverwaltung und nicht zuletzt Datensicherheit.

Die Messtechnik liefert zwar Unmengen Daten, diese gilt es aber sinnvoll zu verarbeiten. So kostbar Daten werden mögen, man sollte nicht in ihnen ertrinken. Ein sensibler Punkt ist die Sicherheit. Sind alle Daten an einem zentralen Ort abrufbar, müssen Hacker nicht lange suchen.

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